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Planungen für Xubuntu 13.10

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Bis Oktober ist noch etwas Zeit, aber die Planungen für Xubuntu 13.10 „Saucy Salamander“ sind im vollem Gange. Auf dem Ubuntu Developer Summit 13.05 trafen sich die Xubuntu-Entwickler drei Tage jeweils eine Stunde lang im Chat und bei Google Hangout, um über die weitere Entwicklung des Systems zu sprechen.

Release Plan

Xubuntu, das System mit der Maus, existiert bereits seit Oktober 2005. Seit dem Zeitpunkt folgt der Release-Plan immer dem von Ubuntu, was sich auch dieses Jahr nicht ändern wird. Für Xubuntu sind – anders als bei Ubuntu, wo es nur eine finale Betaversion geben wird – eine Alpha- und zwei Betaversionen geplant, bevor am 17. Oktober 2013 die finale Version veröffentlicht wird. Wann die Vorabversion erscheinen, ist noch unklar und hängt vor allem von der Entwicklung der Desktopumgebung Xfce 4.12 ab.

Xubuntu-Desktop

Wer gehofft hatte, Xubuntu 13.10 wird ein Head-up-Display (HUD) erhalten, wird enttäuscht sein. Die Entwickler haben sich dagegen entschieden und verschieben diese Entscheidung bis nach dem nächsten LTS-Release, welches Xubuntu 14.04 sein wird. Ein Grund ist, dass es derzeit noch kein zu Xubuntu passendes HUD gibt, welches mit dem schlanken Xfce-Desktop in Einklang zu bringen ist.

Was einige Xubuntu-Nutzer freuen wird, ist die Entscheidung, das „Herz“ von Xubuntu zu zerbrechen. Konkret geht es darum, das Meta-Paket xubuntu-desktop aufzuteilen in zwei Pakete mit den Kernkomponenten (xubuntu-core) und den Desktop-Komponenten (xubuntu-desktop). Ziel soll sein, dass man sich auf Basis der Kernkomponenten ein eigenes Xubuntu, das heißt mit eigenen Anwendungen installieren kann, wem die bisherigen Standard-Anwendungen nicht gefallen.

Anwendungen

Eine Entscheidung auf dem UDS war, apt-offline 🇬🇧 per Standard zu integrieren. Das Programm hilft bei einem Update/Upgrade einer Debian-basierten Distribution (die APT nutzt), wenn keine oder nur eine schlechte Internetverbindung besteht.

Eine sehr praktische Anwendung könnte das Keyboard Shortcurt Overlay sein, welches auf (längeren) Tastendruck (mittels der Taste Super ) alle Tastenkürzel des Systems anzeigt. Für Ubuntu wurde so etwas bereits in Precise Pangolin eingeführt und soll nun vielleicht auch in Xubuntu 13.10 zur Verfügung gestellt werden.

Dokumentation

Ein Themenschwerpunkt war die Dokumentation von Xubuntu 13.10, aber auch die von Xubuntu 12.04 LTS. Beide müssen durchgelesen und im zweiten Fall aktualisiert werden, da nicht mehr alle Inhalte nach einem Jahr auf dem aktuellen Stand sind.

Zusätzlich soll die Infrastruktur verbessert werden, damit man die Xubuntu-Dokumentation leichter übersetzen kann. Hierzu will man sich mit dem Launchpad-Team in Verbindung setzen, über das z.B. auch Ubuntu übersetzt wird.

Veröffentlicht von Dee | 18. Mai 2013 08:00 | Kategorie: Rund um Ubuntu | # Fehler im Artikel melden

Schallrauch

1 18. Mai 2013 11:10

Also, mit dem HUD können sich die Xubuntu-Entwickler gerne noch Zeit lassen. Ich vermisse es derzeit bei Xubuntu überhaupt nicht und bin daher auch kein bißchen enttäuscht 😉

Aber die Herzensbrecher"-Überlegungen gefallen mir.

NuPogadi

2 18. Mai 2013 11:30

Da freue ich mich doch schon auf die nächste LTS. Derzeit läuft Xubuntu 12.04 bei mir und ich bin immer wieder begeistert. Die Überlegungen zur Flexibilität bei den Anwendungen gefallen mir. Das spart Zeit, denn ich ersetze doch einige der vorinstallierten Programme durch meine Favoriten. Ich bin also gespannt...

timetunnel

3 18. Mai 2013 11:53

Freut mich, dass es weiterhin kein HUD gibt. Und wenn's mal kommen sollte, dann bitte deaktivierbar. Ich arbeite mit Kupfer und Tastaturkürzeln um Längen effizienter als mit dem Unity-HUD.

ubuntuati

4 18. Mai 2013 16:51

HUD? Brauche ich nicht. OK, das muss nicht jeder so sehen. Aber ich freue mich auf Xfce 4.12, besonders Thunar 1.6 (klick).

Das_Wort

5 18. Mai 2013 19:46

HUD und Tastenkombi-Übersicht? Kann man das nicht direkt bei XFCE machen? Dann profitieren viel mehr Leute davon. Außerdem wäre eine gute integration nicht so schlecht ☺

skull-y

6 18. Mai 2013 20:04

Was einige Xubuntu-Nutzer freuen wird, ist die Entscheidung, das „Herz“ von Xubuntu zu zerbrechen. Konkret geht es darum, das Meta-Paket xubuntu-desktop aufzuteilen in >zwei Pakete mit den Kernkomponenten (xubuntu-core) und den Desktop-Komponenten (xubuntu-desktop). Ziel soll sein, dass man sich auf Basis der Kernkomponenten ein eigenes >Xubuntu, das heißt mit eigenen Anwendungen installieren kann, wem die bisherigen Standard-Anwendungen nicht gefallen.

Beste Entscheidung überhaupt. Damit wird (X)ubuntu auf jeden Fall wieder eine Alternative mit festem Release-Zyklus zu meiner bevorzugten Distri.

@4: Thunar 1.6 wird dir auf jeden Fall gefallen, es hat sich einiges getan.