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Review Steam Controller

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Mit dem Steam-Controller möchte Valve seine Steamboxen mit Steam OS wohnzimmertauglich machen. Ob die außergewöhnlichen Bedienkonzepte auch unter Ubuntu funktionieren, soll hier geklärt werden.

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Der Steam-Controller

Alles was Valve anfasst wird zu Gold, so war zumindest die langläufige Meinung. Denn egal um was es geht, ein DRM-System wie Steam, Mikrotransaktionen in Spielen wie Dota 2, Counterstrike und Team Fortress 2, aber auch E-Sportveranstaltungen mit Millionenpreisgeldern wie „The International“ werden immer zu Erfolgen. Doch mit Steam OS und den zugehörigen Steamboxen sowie dem Controller könnte sich Valve etwas übernommen haben.

Obwohl mittlerweile viele AAA-Spiele für Linux erscheinen – was zweifelsohne ein Erfolg des Unternehmens aus Seattle ist – wird ihr Betriebssystem noch lange nicht von der breiten Masse angenommen.

Valve verfolgt mit dem neue Steamcontroller ebenfalls ein ambitioniertes Ziel: Er soll als erster Controller so präzise wie Maus und Tastatur sein. Kann er diese Anforderungen wirklich erfüllen? Wie schwierig ist es ihn unter Linux zu betreiben?

Aufbau

Hierfür geht Valve einen unkonventionellen Weg. Denn statt der Analogsticks sind in dem Controller zwei Touch-/Trackpads verbaut. Damit kann entweder eine Mausbewegung durchgeführt werden oder aber eine Controllerbedienung wie ein Analogstick oder „Digipad“ emuliert werden. Für das nötige Feedback sorgen zwei Motoren unter den Trackpads, die mit Vibrationen ein haptisches Feedback erzeugen. Die Stärke der Vibration lässt sich in den Einstellungen verändern – alternativ auch komplett abschalten.

Neben dieser auffälligen Neuerung hat Valve auch an anderen Stellen das konventionelle Controllerdesign über den Haufen geworfen. Auf der Rückseite verbergen sich zwei große Tasten, die mit den Ring- oder Zeigefingern bedient werden können.

Ganz nett, aber nicht weltbewegend ist zudem die Möglichkeit den Controller sowohl kabellos, als auch über ein MicroUSB-Kabel mit dem Computer zu verbinden. Das erspart die Notwendigkeit ein eigenes Adapterkabel für den Controller kaufen zu müssen, wie es bei einigen Konkurrenten der Fall ist.

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Das Trackpad des Controllers

Bei allem anderen hat sich Valve auf bewährte Konzepte verlassen; was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Die Schultertasten haben einen angenehmen Widerstand und sind ergonomisch an die Form eines gekrümmten Fingers angepasst. Auch die vier üblichen Aktionstasten sind vorhanden und wie beim oft gelobten Xbox-Controller mit den Buchstaben A, B, X und Y beschriftet. Mittig angeordnet hat der Controller zwei Tasten, mit denen sich das jeweilige Spielmenü sowie das Steam Overlay öffnen lassen. Zwischen ihnen befindet sich der An-/Aus-Schalter mit einem beleuchteten Steam Logo. Zu guter Letzt hat auch der Steamcontroller einen Analogstick spendiert bekommen, der sich leicht versetzt unter dem linken Trackpad befindet.

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Die Rückseite des Steam-Controllers

Hinter den auf der Rückseite befindlichen Tasten steckt auf jeder Seite ein Batteriefach für jeweils eine AA-Batterie. Diese werden mit einem durchdachten Mechanismus an ihrem Platz gehalten. Doch alleine die Tatsache, dass Batterien anstatt einem Akku zum Einsatz kommen, ist schade und auch nicht besonders umweltverträglich.

Generell macht die Verarbeitung des Controllers einen sehr guten Eindruck, lediglich die drei mittigen Tasten könnten einen etwas festeren Druckpunkt haben.

Verbindung

Der Steamcontroller verbindet sich wahlweise über einen Micro-USB-Anschluss oder kabellos mit dem PC. Ein USB-Empfänger sowie ein Verstärker für längere Verbindungen werden mitgeliefert. Die Reichweite des Controllers ist vollkommen ausreichend, und funkt sogar durch Wände noch sehr stabil. Das enthaltene USB-Kabel ist allerdings unbrauchbar, da es mit 1,5 Meter Länge vor allem für den Wohnzimmereinsatz viel zu kurz ist. Als Micro-USB-Kabel findet es aber auch bei anderen Geräten eine neue Verwendung.

Hinweis:

Ob man gleichzeitig mehrere Controller an einem Gerät benutzen kann, konnte nicht getestet werden. Zumindest bei der Benutzung von mehreren unterschiedlichen Controllern an einem System kann es zu Problemen bei unterschiedlichen Tastenbelegung kommen.

Big Picture Modus ist Pflicht

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Der Big-Picture Modus

Der „Big-Picture“ Modus ist eine Bedienoberfläche im Vollbild, die besonders auf die Steuerung mit Controllern ausgelegt ist. Sie ähnelt der Bedienoberfläche des KODI (ehemals XBMC) Mediencenters. In diesem Modus sind sowohl der „Steam Store“, die eigene Spielebibliothek, der Community-Hub, als auch ein eigener rudimentärer Browser enthalten. Der Big-Picture Modus lässt sich sowohl mit dem Steamcontroller, als auch mit mit jedem anderen gängigen Controller bedienen. Über den Big-Picture Modus sollen sich alle Funktionen des Steam-Clients mit dem Controller bedienen lassen. An vielen Stellen fühlt sich die Bedienoberfläche für PC-Nutzer des Steam-Clients noch sehr beschränkt an. Auch dass der Zugriff auf eine Kommandozeile nicht möglich ist, ist in dem Fall wohl selbstredend.

Der Controller lässt sich seit einem Update vor einigen Wochen zwar indirekt auch ohne Steam benutzen. Allerdings wird er außerhalb von Steam kaum von Spielen nativ unterstützt. Zudem kann die Tastenbelegung nur über Steam im „Big Picture“ Modus umgestellt werden. Deshalb ist der Einsatz des Controllers ohne den Wohnzimmermodus des Steam-Clients nur eingeschränkt möglich.

Hinweis:

Seit dem letzten Update können steamfremde Spiele auch mit dem Steamcontroller gespielt werden. Dazu muss man es im Menü über den Punkt „Ein steamfremdes Spiel hinzufügen“ verknüpfen. Danach kann es auch über den Big-Picture Modus gespielt und die Tastenbelegung über das Menü umgestellt werden.

Hat man den Modus erst einmal aktiviert, entfaltet der Steamcontroller sein volles Potenzial. Die Navigation mit dem rechten Trackpad und der rechten Schultertaste geht leicht von der Hand. Sie ist nach einer kurzen Eingewöhnungszeit deutlich komfortabler, als mit einem herkömmlichen Controller durch lange Listen zu navigieren. Die Genauigkeit der Maussteuerung erreicht der Controller bisher noch nicht.

Durchdacht ist auch das Schreiben mit dem Steamcontroller. Dazu wird die Tastatur auf beide Touchpads aufgeteilt und die Buchstaben werden mit einem einfachen Druck auf die entsprechende Stelle des Trackpads ausgeführt. Auch das ist deutlich komfortabler als das Auswählen der einzelnen Buchstaben mit dem Analogstick wie es bisher bei handelsüblichen Controllern der Fall war. Mit etwas Übung geht das Schreiben von Nachrichten recht schnell von der Hand. Sobald es sich dabei allerdings um mehr als ein paar Sätze handelt ist ein Griff zur Tastatur trotzdem sehr verlockend. Das Wechseln zwischen Tastatur und Controller ist immer möglich und auch die Maus bleibt die ganze Zeit aktiviert. Für den normalen Gebrauch reicht der Controller allerdings vollkommen aus.

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Die Einstellungsmöglichkeiten

Doch nun zu einem der laut Valve weiteren Alleinstellungsmerkmale. In der Präsentation des Controllers wird mit dem hochtrabenden Slogan „fully customizable control schemes“ geworben und zumindest damit behält die Marketingabteilung der Spieleplattform recht. Jeder Button lässt sich beliebig umbelegen und auch für die beiden Trackpads gibt es unzählige Konfigurationsmöglichkeiten. Ob das alles Sinn macht, ist natürlich eine ganz andere Frage. Doch alleine die Möglichkeit für so viele Einstellungen zu haben, ist für die „Frickler“ unter den Spielern ein wahrer Segen. Ungeduldige Spieler können über den Big-Picture Modus auch die Konfigurationen anderer Spieler übernehmen. Leider lassen sich diese allerdings nicht nach Bewertungen sortieren. So müssen Spieler auch hier viel ausprobieren, welche Einstellungen am besten zu ihnen passen. Seit einem Update werden bei der Auswahl der Community-Profile immerhin die Anzahl der Downloads eines bestimmten Profils angezeigt.

Linux-Kompatibilität?!

Egal ob Windows oder Linux, der Steamcontroller lässt sich unter beiden Systemen problemlos via plug & play verwenden. Sobald der kabellose Adapter eingesteckt ist, lässt sich der Steamcontroller über den Valve Button anschalten. Sobald der Big Picture Modus gestartet ist, lässt sich mit dem Controller potenziell jedes der aktuell 3352 🇬🇧 (zuletzt aktualisiert am 07.12.15 21:15 Uhr) linuxkompatiblen Spiele steuern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, greift lieber nur zu Spielen, die bereits eine native Controllerunterstützung an Board haben. Unter diesem Kriterium bleiben noch knapp 1100 🇬🇧 Spiele zur Auswahl. Die Auswahl der AAA-Titel mit Linux-Unterstützung ist allerdings immer noch sehr gering.

Allgemeine Erfahrungen

Mit einem Preis von etwa 55€ plus Versandkosten ist der Steamcontroller definitiv kein Schnäppchen, auch wenn Microsoft mit seinem neuen „Elite-Controller“ in ganz andere Preissphären vorstößt. Für den Preis fühlt sich Valves ordentlich verarbeitet an. Einige einzelne Buttons könnten allerdings einen etwas festeren Druckpunkt haben.

Die verbauten Touchpads überraschen sowohl in positiver als auch negativer Hinsicht. Negativ ist, dass der Controller in First-Person-Spielen in einigen Fällen sogar noch schlechter zu bedienen ist, als mit einem herkömmlichen Controller. Das war beispielsweise bei Bioshock Infinite der Fall. In Portal 2 schlug sich der Controller recht wacker, alles andere wäre für ein hauseigenes Spiel auch ziemlich peinlich.

Seine Stärken konnte der Controller vor allem in Rundenstrategiespielen und anderen eher langsamen Titeln entfalten. Paradebeispiele hierbei sind vor allem Civilisation 5 und das Indiespiel Papers, Please. Erstaunlich gut funktionierte außerdem die Weltraumsimulation Elite Dangerous, auch wenn dieser Titel leider nicht für Linux erhältlich ist.

Fazit

Der Steamcontroller funktioniert unter Linux besser als gedacht. Das Bedienkonzept mit den zwei Trackpads ist ein sehr guter Ansatz und funktioniert vor allem in der Bedienung des Big-Picture Modus sehr gut. Weniger gut ist die Implementierung in Spiele. Auch wenn die Bedienung etwas besser funktioniert als mit einem herkömmlichen Controller, gibt es immer noch zu viele Totalausfälle a la Dota 2, die sich mit einem Controller etwa so gut spielen wie auf einem USB-Toaster. Doch für das Genre der MOBAs ist der Controller nicht gemacht. Definitiv auch nicht für reaktionsschnelle Shooter ohne „aim assist“ im Stil von Battlefield, Counterstrike oder Quake. Eine zum Test gespielte Runde Counterstrike im Matchmaking, endete mit zwei Kills und einem Downrank.

Seine vollen Fähigkeiten entfaltet der Controller erst bei controlleroptimierten Spielen oder Rundenstrategietiteln wie Civilisation 5. Maus und Tastatur bleiben trotzdem immer unangefochten die besten Eingabegeräte. Das Eingabegerät von Valve eignet sich dafür gut als Ergänzung für das Sofa oder zurückgelehntes Spielen. Das der Controller auch dafür noch nicht perfekt ist, merkt man an den mehrmals wöchentlich erscheinenden Patches. In ihnen nimmt Valve teilweise noch große Änderungen an den Bedienkonzepten vor. Löblich ist, das auf Feedback der Comunity sehr schnell reagiert wird.

Hinweis:

Da Valve den Controller immer weiter verbessert und überarbeitet, können einige Kritikpunkte bereits beseitigt worden sein.

Veröffentlicht von Robert.Kurz | 29. Dezember 2015 12:00 | Kategorie: Rund um Ubuntu | # Fehler im Artikel melden

Papamatti

1 29. Dezember 2015 13:00

Ich selber habe den Steamcontroller noch nicht getestet, mein Sohn ist aber hell auf begeistert, man muss ihn nur richtig konfigurieren!

Die Touchpads ermöglichen als Mausersatz Spiele zu spielen, die nicht für den Einsatz eines Controllers ausgelegt sind: Super Idee wie ich finde. Die Startsounds sind veränderbar, so wie ich gehört habe - bitte korrigiert mich falls das falsch ist, ist dort aber kein Lautsprecher verbaut sondern die Sounds werden mit den Feedback-Motoren erzeugt. C-64 Floppymusik lässt grüßen...

batsuuser

Avatar von batsuuser
2 29. Dezember 2015 15:14

Das Betriebsgeräusch nervt schon. Einmal die bereits genannten Feedback Geräusche und dann noch beim Drücken auf die Touchpads (wie bei Tasten oder Steuerkreuz). Desweiteren gibt es keinen echten Steuerkreuz Ersatz, da die Touchpads kaum ein echtes Druckgefühl erzeugen. Generell kommt es sehr auf die Spiele und Hardware (und Konfiguration) an, die es ersetzen soll. Und bei Spielen mit Gamepad Unterstützung werden bei mir unter Ubuntu nicht so einfach erkannt. Ich meine, die Standard Einstellung funktioniert nicht. Jedoch funktioniert es unter Windows. Spiele wie Counter Strike oder Street Fighter sind damit unmöglich zu spielen.

Ganz im Allgemeinen würde ich sagen hat es so seine Macken und ist kein vollwertiger Ersatz für Standard Gamepad (XBox 360) oder Maus.

JörnS

3 29. Dezember 2015 17:14

Zum Thema Steam Controller mit andersartigen Pads: hab ich getestet mit einem Billigpad im Stil eines PS3-Pads, ging wunderbar.

Wegen Bioshock Infinite und anderen Shootern: die Standardeinstellungen sind durchaus komisch. Für mich persönlich hab ich aber eine gute Einstellung gefunden, und zwar nutze ich einen starken Trackball-Effekt, damit kann ich sehr gut spielen. Mit normalen Pads kann ich keine Shooter spielen, hab mich nur mal durch F.E.A.R. gequält, auch nur dank dem Zeitlupenskill erfolgreich. Mit dem Steam Controller spiele ich zur Zeit Half-Life 2, geht super.

Civ5 ist tatsächlich total entspannt, auch das jetzt für Linux erschienene Divinity: Original Sin lässt sich prima spielen.

UrbanFlash

Avatar von UrbanFlash
4 29. Dezember 2015 17:15

Ich spiel sehr gern FPS wie Borderlands 2 oder CS:GO damit. Ist einfach gemütlicher sich zurückzulehnen und mit dem Gyro pixelgenau zu zielen.

Dass der nicht erwähnt wurde, lässt für mich das ganze Review übrigens ziemlich schwach erscheinen, das ist der eigentliche Grund warum man Shooter damit spielen kann, nicht die Pads. Die sind zwar viel besser für große Bewegungen, aber für das feine Zielen gibt's kaum etwas Intuitiveres als den Gyro.

Meiner Meinung nach funktioniert der Controller auch viel besser für Spiele mit Mausunterstützung als welche mit Controllerunterstützung. Vor allem die Möglichkeit sich auf einem Pad ein Tastenmenü mit bis zu 16 (bei Verwendung der Mode Shift Taste sogar 32) frei belegbaren Shortcuts zu belegen macht auch Spiele mit unendlich anmutenden Leisten sehr gut spielbar damit.

Womit ich zum nächsten Kritikpunkt des Reviews komme, eine Beurteilung einer komplett neuen Bedienung nach nur einem Spiel wirkt etwa so überzeugend wie komplette Falschaussagen wie

Mittig angeordnet hat der Controller zwei Tasten, mit denen sich das jeweilige Spielmenü sowie das Steam Overlay öffnen lassen. Zwischen ihnen befindet sich der An-/Aus-Schalter mit einem beleuchteten Steam Logo.

Mein Fazit: Controller 2+, Review 3-

Robert.Kurz

Ehemalige

5 29. Dezember 2015 18:09

@4

Dass der nicht erwähnt wurde, lässt für mich das ganze Review übrigens ziemlich schwach erscheinen, das ist der eigentliche Grund warum man Shooter damit spielen kann, nicht die Pads. Die sind zwar viel besser für große Bewegungen, aber für das feine Zielen gibt's kaum etwas Intuitiveres als den Gyro.

Zur Erklärung: Ich habe den Artikel schon vor einiger Zeit geschrieben. (Ca. Ende November) Leider kam ich in dieser Zeit nicht dazu den Artikel fertig zu stellen. Zu dieser Zeit war das Zielen mit dem Gyro-Sensor noch nicht richtig funktionstüchtig, das wurde erst mit einem späteren Patch wirklich nutzbar gemacht. Zugegeben, der Patch ist auch schon recht lange her, aber da die wenigsten Steuerungen den Gyrosensor aktiviert hatten, und er auch so nicht richtig funktioniert hatte, habe ich ihn in meinem Rewiew übergangen.

eine Beurteilung einer komplett neuen Bedienung nach nur einem Spiel wirkt etwa so überzeugend wie

Ich denke da gab es ein Missverständnis. Ich habe den Steamcontroller mit den Spielen CS:GO; Civ 5; Papers, Please; Dota 2; BioShock Infinite; BattleBlock Theater; FTL; Borderlands 2; Elite Dangerous (Windows); DayZ (Windows); Witcher 3 (Windows)(als steamfremdes Spiel der Bibliothek hinzugefügt) und Portal 2 ausprobiert. Insgesamt habe ich den Controller über 20 Stunden genutzt.

Mittig angeordnet hat der Controller zwei Tasten, mit denen sich das jeweilige Spielmenü sowie das Steam Overlay öffnen lassen. Zwischen ihnen befindet sich der An-/Aus-Schalter mit einem beleuchteten Steam Logo.

Bei mir öffnet sich mit dem Drücken der Taste mit dem Pfeil nach rechts das jeweilige Spielmenü. Und die Steamtaste öffnet bei mir das Overlay. Mit der linken Pfeiltaste Springe ich in der Musikwiedergabe zum nächsten Lied. Das ist allerdings eine eigene. Einstellung. Ggfs hat das etwas an der restlichen Tastenbelegung geändert. Hast du eine andere Zuordnung der Tasten?

Wie angesprochen funktioniert der Controller in vielen Spielen mit den Community-Einstellungen recht gut. Meiner Meinung nach war die Bedienung allerdings in keinem Spiel gleichwertig oder Besser als die Eingabe mit Maus und Tastatur. (Rennspiele könnten da eine Ausnahme sein). Wie man das empfindet hängt wahrscheinlich auch sehr von den eigenen Vorlieben ab.

UrbanFlash

Avatar von UrbanFlash
6 29. Dezember 2015 18:24

Was soll ich dazu sagen? Das es ok ist, ein fehlerhaftes Review zu posten weil du nicht über aktuelle Erfahrungen berichten kannst?

Eine zum Test gespielte Runde Counterstrike im Matchmaking, endete mit zwei Kills und einem Downrank.

Das schreibst du im Review zur Erfahrung. Was du alles nicht schreibst kann und will ich nicht beurteilen, deine Erfahrungen sind deine, mir geht es darum was im Review steht.

Bei mir öffnet sich mit dem Drücken der Taste mit dem Pfeil nach rechts das jeweilige Spielmenü. Und die Steamtaste öffnet bei mir das Overlay. Mit der linken Pfeiltaste Springe ich in der Musikwiedergabe zum nächsten Lied. Das ist allerdings eine eigene. Einstellung. Ggfs hat das etwas an der restlichen Tastenbelegung geändert. Hast du eine andere Zuordnung der Tasten?

Die Steamtaste in der Mitte ist die einzige Taste am Controller die fix gebunden ist, man schaltet damit ein und aus, holt Steam in den Vordergrund, startest BPM und rufst in Spielen den Steam-Overlay auf um die Konfig zu ändern.

Die beiden Tasten daneben sind völlig frei belegbar, meist ist die linke als Esc-Taste belegt, deshalb das Menü.

Ich habe keine Ahnung ob ich damit besser oder schlechter spielen werde als mit der Maus, was ich nach ~2 Wochen sagen kann ist, dass es mit Abstand das beste Gamepad ist, das ich jemals in der Hand hatte, und das ich alles damit spielen kann was ich sonst nur mit einer Maus spielen kann.

Nachdem ich aber schon ~20 Jahre mit einer Maus spiele würde ich mich nie nach so kurzer Zeit trauen einen wirklichen Vergleich zu ziehen. Ich drücke manchmal immer noch die falsche Taste, das allein ist mit der Maus völlig undenkbar. In einem Jahr können wir uns hier wiedertreffen und ein Fazit ziehen ob man nun anständig damit spielen kann oder nicht, aber alles was jetzt fällt, ist einfach nicht aussagekräftig.

UrbanFlash

Avatar von UrbanFlash
7 29. Dezember 2015 18:52

Für alle die noch Probleme mit der Bedienung haben, hier ein paar hilfreiche Videos:

Woodsie hat auch noch einige andere praktische Videos zur Konfig.

skull-y

8 29. Dezember 2015 19:49

Danke für den Test, aber meckern muss ich zum Kritikpunkt mit den Batterien. Für sowas nutzt man dann wiederverwendbare Akkus und keine Batterien. Damit ist der Punkt übergehbar. Oder ging es dir darum, dass nich von Haus aus 2 Akkus zum tauschen mitgeliefert werden?

Robert.Kurz

Ehemalige

9 29. Dezember 2015 23:33

@8:

dass nich von Haus aus 2 Akkus zum tauschen mitgeliefert werden

Darauf wollte ich hinaus.

P.S.: man kann den Controller wenn er via USB angeschlossen ist auch ohne Batterien benutzen. Dabei fühlt er sich aber viel zu leicht an, und liegt nicht mehr so gut in der Hand.

Ro0Kie

Avatar von Ro0Kie
10 30. Dezember 2015 15:48

Kann jemand sagen, wie sich mit dem SteamController Kodi steuern lässt ohne etwas umzustellen? (Ohne dass Steam läuft)

Interessant ist evtl noch folgender Link: https://github.com/ynsta/steamcontroller → Standalone Treiber um zwischen ein paar Einstellungen umzuschalten.

Christian-R1985

11 31. Dezember 2015 18:35

Ich habe meinen Controller unter Ubuntu 14.04 erst manuell zum laufen bringen müssen. Damit funktioniert er nun aber wunderbar. Ist der Workgroups mittlerweile obsolet oder warum wird das im Review nicht erwähnt?

Ich mag den Controller gerade in simplen Spielen, die vorher nur mit Maus und Tastatur spielbar waren. Spiele für Controller erkennen den Controller leider praktisch nie. Ich muss dann den Controller als Tastatur konfigurieren, was gerade in der Lenkung unpraktisch ist. Liegt auch das an dem Workaround? Zur Abhilfe habe ich aktuell einen Xbox360 Controller angeschlossen. Damit wird zumindest ein Controller ingame erkannt, welcher die Geänderte Steuerung quasi freischaltet.

Neben der schwachen nativen Untersützung der Spiele finde ich den Controller aber gut gelungen. Gerade die Tasten am Batteriefach vermisse ich schon am Xbox Controller.

batsuuser

Avatar von batsuuser
12 1. Januar 2016 13:16

Spiele für Controller erkennen den Controller leider praktisch nie. Ich muss dann den Controller als Tastatur konfigurieren, was gerade in der Lenkung unpraktisch ist. Liegt auch das an dem Workaround?

So ist es bei mir auch. Ich habe kein Workarund betrieben, aber trotzdem werden die Spiele, die eigentlich Gamepad Unterstützung für XBox 360 Controller haben am Steam Controller nicht unterstützt. Ich muss auch erst mal auf Tastatur umstellen, aber das ist nicht Sinn der Sache und auch nicht dasselbe.Theoretisch müsste es funktionieren, denn es nutzt soweit ich weiß das X-Input Protokoll des Xbox Controllers.

Vielleicht liegt es an einem veraltetem Treiber in 14.04. Es wäre schön, wenn noch andere auf dieses Problem eingehen würden.

batsuuser

Avatar von batsuuser
13 1. Januar 2016 15:59

Ich muss mich korrieren!

Nach dem Verfassen meines Beitrages vorhin habe ich noch einmal den Steam Controller heraus gekramt. Valve hat am Treiber (Firmware) und Steam Unterstützung weiter gearbeitet (Steam Beta Aktualisierungen aktivieren) und nun habe ich auch nicht mehr mein vorhin beschriebenes Problem! Alle Spiele mit Standard Gampead Unterstützung werden nun erkannt. Man kann auch Steam fremde Spiele endlich damit spielen und das Betriebssystem ebenfalls mit dem Controller steuern.