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KDE stellt Zukunftspläne auf dem LinuxTag vor

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In seiner Eröffnungsrede auf dem LinuxTag 2008 gab der KDE-Vorsitzende Aaron Seigo bekannt, wie seine K-Arbeitsumgebung mit den bevorstehenden Trends der Computernutzung Schritt halten werde.

Die Keynote des Entwicklers war besonders durch die drei Schlagworte „Ubiquity“ (Allgegenwart der Web-Anwendungen), „Availability“ (Datenverfügbarkeit) und „Sociability“ (sozialer Desktop) geprägt. Diese Aspekte werden im Hinblick auf mobile Hardware und das Web 2.0 die Zukunft des Computergebrauchs maßgeblich beeinflussen, so Seigo.

Während tragbare Geräte immer beliebter werden, sind auch Desktop-PCs und Notebooks mit großen Displays weiterhin gefragt. Die Antwort des Entwicklers auf die Frage, wie der KDE-Desktop dieser Entwicklung gerecht werden möchte, lautet „Merge, Meld, Mix“: Desktop und Web 2.0 werden fusioniert und das Internet wird auf die Benutzeroberfläche geholt. Seigo nannte als Beispiel das Kartographie-Tool Marble, welches Daten von Wikipedia und Openstreetmap bezieht und auf dem Desktop anzeigt.

Der KDE-Entwickler ging außerdem auf das Vorhaben ein, die Portabilität von Anwendungen wie Marble weiter zu verbessern. Mit zunehmender Rechenleistung von Handys und anderen Geräten für unterwegs sei es möglich, die Desktop-Applikationen ohne Programmierung einer Mobil-Variante zu verwenden. Unterstützung bei dieser Zielsetzung bekomme das KDE-Projekt von Qt-Entwickler Trolltech.

Weiterhin sprach Aaron Seigo das Thema „sozialer Desktop“ an: Die Desktopumgebung soll insbesondere Neulinge anregen, indem Informationen mit Personen und Kommentaren verknüpft werden, wie es beispielsweise soziale Netzwerke wie Facebook machen. Auch innovative Funktionen wie ein sinnvolles Kontextmenü, das brauchbare Handlungsoptionen anbietet, oder der Transport von Desktop-Widgets von einem Desktop zum anderen soll die Nutzung von KDE noch bequemer und attraktiver machen.

Quelle: Linux-Magazin

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