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Erster Hersteller für Ubuntu-Touch-Smartphone gefunden

ubuntu_touch_logo.png

Canonical-Gründer Mark Shuttleworth hat bekannt gegeben, dass der erste Hersteller für ein Smartphone mit Ubuntu Touch gefunden wurde. Der Name des Herstellers wird allerdings noch geheimgehalten.

Wie auf c|net zu lesen ist 🇬🇧, hat Canonical inzwischen einen Hersteller gefunden, der Smartphones mit Ubuntu Touch anbieten möchte. Auch wenn Mark Shuttleworth bisher noch nicht sagen möchte, um welchen Hersteller es sich dabei handelt, verrät er, dass es sich bei dem für 2014 geplanten Smartphone um ein High-End-Gerät handeln soll. „Wir haben einen neuen Gang eingelegt: Von ‚ein Konzept erstellen‘ sind wir jetzt bei ‚es wird ausgeliefert werden‘ angelangt“ („We've shifted gears from ‘making a concept’ to ‘it's going to ship.’“).

Außerdem sagt er, dass Canonical sich derzeit „auf Vorstandsebene“ im Gespräch mit vier weiteren großen Herstellern befinde. Allerdings solle man nicht vergessen, dass es sich dabei zwar um einen großen Fortschritt handelt, das Interesse einiger großer Hersteller geweckt zu haben, aber trotzdem sei es noch ein langer Weg, auch nur eine kleine Delle in den von Google und Apple dominierten Markt zu schlagen. Dazu kämen ja auch noch andere Smartphone-Betriebssysteme, die versuchen, Marktanteile zu gewinnen: Windows Phone, Firefox OS, Sailfish OS oder Tizen 🇬🇧. Trotzdem glaubt er, mit dem Konzept von Ubuntu Touch überzeugen zu können und sich damit einen Platz im Smartphone-Markt zu sichern: Ziel sei allerdings, nicht nur eine kleine Nische zu besetzen, da „die Menge entscheidend sei". Sein Ziel sei, etwas zu schaffen, dass die Leute tagtäglich benutzen.

Einen Plan, wie das erreicht werden soll, gibt es auch bereits: Partnerschaften mit Firmen wie LinkedIn, Baidu 🇿🇭, Facebook, Evernote und Pinterest sollen für eine besonders nahtlose Integration in das Betriebssystem sorgen. Hier liege auch ein Unterschied zu Android, das versuche, seine Nutzer zum Umstieg auf entsprechende Google-Produkte zu bewegen. Durch das „frische und saubere“ Aussehen soll das System außerdem leichter zu nutzen sein.

Shuttleworths Hoffnung, dass auch externe Entwickler Apps für Ubuntu Touch entwickeln werden, beruht darauf, dass die meisten Apps nur wenige Anpassungen bräuchten, um unter Ubuntu Touch zu laufen. Er redet hierbei unter anderem von einem Java-Layer, der sich nicht zu stark von dem von Android unterscheiden soll. Diese Aussage stände allerdings im Gegensatz zum ursprünglichen Entwicklungsansatz von Ubuntu Touch. So sollten ursprünglich nur native C/C++-Apps und HTML5-Apps möglich sein 🇬🇧. Shuttleworth sagt aber auch, dass keine native Android-Kompatibilität geplant sei – auch, wenn man sich bemühe, die Portierung von anderen Systemen so einfach wie möglich zu gestalten.


Danke an Ulrich 1 für den Artikel-Hinweis!

Veröffentlicht von katze_sonne | 12. Dezember 2013 16:55 | Kategorie: Ubuntu Touch | # Fehler im Artikel melden

Developer92

Avatar von Developer92
1 12. Dezember 2013 17:37

Auch wenn Mark Shuttleworth bisher noch nicht sagen möchte, um welchen Hersteller es sich dabei handelt, verrät er, dass es sich bei dem für 2014 geplanten Smartphone um ein High-End-Gerät handeln soll. „Wir haben einen neuen Gang eingelegt: Von ‚ein Konzept erstellen‘ sind wir jetzt bei ‚es wird ausgeliefert werden‘ angelangt“ („We've shifted gears from ‘making a concept’ to ‘it's going to ship.’“).

Außerdem sagt er, dass Canonical sich derzeit „auf Vorstandsebene“ im Gespräch mit vier weiteren großen Herstellern befinde.

Natürlich, und 2015 kommt dann der Weltfrieden.

Canonical sollte endlich mal ein Gerät herausbringen, egal ob Ubuntu Phone, Ubuntu TV oder sonstirgendwas mit Ubuntu im Namen, dann kann man weiterreden.

Hoffnung machen kann jeder.

micha141076

Avatar von micha141076
2 12. Dezember 2013 17:40

we will see...

I-Punkt

3 12. Dezember 2013 19:18

Danke für den ausführlichen Artikel.

Ich bin grundsätzlich ein Fan von Geräten, die etwas abseits zum Mainstream laufen. Ohne groß nachzudenken hatte ich mir ein Garmin NüviPhone mit WindowsMobile 6.x gekauft. Zusätzlich der Ehefrau ein Smartphone von Samsung. Doch solchen Aktionen habe ich dann immer unverzüglich bereut. Beim Nüviphone konnte ich bereits einen Monat nach dem Kauf keine Apps nachladen, da irgendwie alles, was halbwegs aktuell war, auf eine aktuellere Windows-Version aufbaute. Egal ob, Geocaching-Tools für die Kinder, Wherigo-App, Whatsapp oder Spiele - nichts funktionierte auf diesem Teil. Bei dem Samsung-Gerät war es ähnlich. Angepriesen mit Android, war es dann doch irgendwie ein Samsung-Brand und ebenfalls war nichts brauchbares zum Nachinstallieren verfügbar. Ich habe mir fest vorgenommen, ein Ubuntu-Touch Gerät zu besitzen. Bis es soweit ist, habe ich mir ein gebrauchtes Telefon mit angefressenem Obst rückseitig besorgt. Trotz der Jahre auf dem Buckel bleibt es aktuell in der Software und Apps gibt es an Mass.

Ich hoffe, dass die Entwicklung der Apps für Ubuntu-Touch nicht stagniert und ich dann wieder ein Gerät habe, was bis auf die ausgelieferten Standard-Apps in Punkto nachinstallieren neuer Software völlig unbrauchbar ist.

Grüße Oliver

k1l

Avatar von k1l
4 12. Dezember 2013 20:34

@1: du meckerst über die Ankündigung, dass man einen Hardware-Partner hat und ein Gerät rausbringen wird und forderst, dass sie etwas rausbringen sollen? o_O

Wie schwer es im mobilen Markt ist sieht man nicht nur an den ganzen kleinen Newcommern sondern auch an Sailfisch OS (ex Nokia Mobile) und Nokia/Microsoft.

Ich denke gerade mit dem Dockmode und einem echten Desktop OS dahinter hätten Ubuntu Geräte einen echt dicken Pluspunkt.
Die Appentwicklung ist schon sehr gut angelaufen, dort hat sich eine aktive Community gebildet. Mit einem ersten pre-installed Device würde das ganze auf eine andere Liga kommen.

skull-y

5 12. Dezember 2013 21:23

@4: Das Gerät mit vorinstalliertem Ubuntu Touch muss aber eben auch erstmal auf dem Markt sein. Interesse und Umsetzung seitens der Hersteller ist leider nichts, was Hand in Hand übergeht.

High End Geräte sind schön und gut, aber nicht jeder kann oder will sich ein Telefon für 600 € oder mehr kaufen. Ich hoffe, dass ich Sailfish OS oder eben Ubuntu Touch auf meinem Nexus 4 in brauchbarem Zustand installieren kann und auch dort entsprechend Updates möglich sind. Was spricht mehr für ein alternatives Smartphone OS, als eines, dass auf den Referenzgeräten des marktbeherrschenden OS problemlos läuft?

Den Quark mit dem Dockmode brauch ich zum Beispiel nicht.

Developer92

Avatar von Developer92
6 12. Dezember 2013 23:00

@4:

du meckerst über die Ankündigung, dass man einen Hardware-Partner hat und ein Gerät rausbringen wird und forderst, dass sie etwas rausbringen sollen? o_O

Ja.

Was hat Canonical denn in letzter Zeit groß rausgebracht? Auch das Ubuntu Edge war nicht mehr als ein Konzept, soweit ich weiß hatten sie davon keinen einzigen verdammten Prototypen realisiert.

Canonical kündigt viel zu viel an und realisiert davon viel zu wenig.

Wie gesagt, sobald das Erste Ubuntu Phone erhältlich ist können wir weiterreden. Zu sagen „wir haben einen Hardwarepartner dessen Namen wir nicht nennen“ ist dagegen aus meiner Sicht nicht ok. Entweder man legt die Karten offen oder man lässt es.

Developer92

Avatar von Developer92
7 12. Dezember 2013 23:03

EDIT: Nur um das nochmal klarzustellen:

[…] hat Canonical inzwischen einen Hersteller gefunden, der Smartphones mit Ubuntu Touch anbieten möchte […]

Das heißt nicht, dass sie auch tatsächlich ein Ubuntu Phone anbieten werden.

Weiter im Text dann allerdings der Widerspruch:

„We've shifted gears from ‘making a concept’ to ‘it's going to ship.’“

katze_sonne

Avatar von katze_sonne
8 12. Dezember 2013 23:27

@7: Sorry, das "möchte" ist vermutlich etwas zu schwach. Im englischen Text steht's so drin:

"We have concluded our first set of agreements to ship Ubuntu on mobile phones"

Und das klingt schon wesentlich mehr nach "wir haben einen Hersteller gefunden, der ein Smartphone mit Ubuntu Touch ausliefern wird". Aber klar, ich kann vollständig nachvollziehen, dass du bei Canonical mal den Worten auch Taten folgen sehen willst und sonst nichts mehr glaubst. Geht mir gewissermaßen auch so. Aber ich denke, dass das hier definitiv einen Schritt in die richtige Richtung darstellt.

Da_Sheriff

9 13. Dezember 2013 07:59

Trotz aller weiteren Gedanken oder Bedenken, die man so hat, freut mich diese Neuigkeit auch sehr. Wenn man es ganz sachlich betrachtet, haben Mark und Canonical einfach den nächsten Schritt in Richtung "Veröffentlichung" getan. Das ist an sich eine gute Nachricht. Alles andere bleibt abzuwarten. (Wobei ich natürlich verstehen kann, dass manche hier auch emotional dabei sind)

Für mich persönlich bedeutet es, dass die Chance besteht, dass ich tatsächlich irgendwann nochmal modern werden könnte. (Anm.: bin noch immer mit einem Symbian-Tastentelefon unterwegs. 😬 )

Das_Auge

Avatar von Das_Auge
10 13. Dezember 2013 08:30

"Its going to ship" und das nicht-vermögen, einen Hersteller zu nennen passt für mich irgendwie nicht zusammen. Ich habe in den letzten Monaten die Produkion des Fairphone verfolgt, und festgestellt, dass es einiges braucht, um so ein Smartphone zu produzieren. Und vom Fairphone würde ich mich trauen zu sagen: "It's going to ship", weil ich ein Foto von der Produktionsstraße gesehen habe.

Aber wenn Canonical noch nicht mal den Hersteller verraten kann / will, heißt das für mich, dass der Deal entweder noch nicht in trockenen Tüchern ist, oder der Hersteller so klein/unbedeutend ist, dass man den Namen lieber verschweigt. Natürlich wäre es auch möglich, dass der Hersteller Nokia heißt, und Stillschweigen vereinbart wurde, um nicht von Microsoft auf den Deckel zu kriegen. Das wäre lustig – und wirklich respekteinflößend.

katze_sonne

Avatar von katze_sonne
11 13. Dezember 2013 09:59

@10: Es ist nunmal häufig so, dass über solche Deals am Anfang noch Stillschweigen vereinbart wird. Ob's nun für mehr Presse ist (wenn der Hersteller dann genannt wird, gibt's jeweils noch nen Artikel) oder weil der Hersteller es erstmal nicht will (für den Fall, dass etwas schief geht und Canonical nichts vernünftiges auf die Reihe bekommt und weil der Hersteller dann nicht blöd dastehen möchte). Wie du ja auch schreibst, ist die Mobilfunkindustrie sehr... schwierig. Und leider auch sehr verschwiegen. Ich denke der hauptsächliche Grund dürfte sein, dass der entsprechende Hersteller möchte, dass die Konkurrenz möglichst spät erfährt, wer schon einen Deal abgeschlossen hat und damit eventuell als erster auf dem Markt zu sein und bessere Verkaufschancen zu haben. Wenn jetzt aber ein Hersteller hört, dass der "größte Rivale" ein Ubuntu Phone rausbringt, tut er vielleicht einfach aus Prinzip alles um seinem "Feind" die Show zu stehen... Also ich denke, dass es weniger so ist, dass Canonical nicht "will", sondern dass sie einfach nicht "dürfen".

Zu Nokia: Die Wahrscheinlichkeit geht wohl gegen 0, da Nokias Handyteil jetzt ja zu Microsoft gehört... (http://www.welt.de/wirtschaft/article119640672/Microsoft-uebernimmt-Handy-Geschaeft-von-Nokia.html)

Das_Auge

Avatar von Das_Auge
12 13. Dezember 2013 10:54

der hauptsächliche Grund [für das Verschweigen des Herstellers] dürfte sein, dass der entsprechende Hersteller möchte, dass die Konkurrenz möglichst spät erfährt, wer schon einen Deal abgeschlossen hat

Das klingt mir vernünftig. Hoffen wir, dass es so ist. Und dass bald in den höchsten Gang geschaltet wird: "Ab sofort lieferbar" (Weil es tut ja einem Motor auch nicht gut in einem niedrigen Gang zu hoch zu drehen.

Ich hoffe jedenfalls, dass ich in den nächsten 7 Jahren KEIN neues Smartphone kaufen muss. Vorausgesetzt das Fairphone hält sein Versprechen von Langlebigkeit und Reparierbarkeit ein.

Das_Auge

Avatar von Das_Auge
13 13. Dezember 2013 11:06

@11: Danke für den Link zu Nokia♥Microsoft. Ich hatte das geschrieben, weil ich mich zu erinnern glaubte, dass der Deal noch nicht abgeschlossen ist. Und auch im von dir verlinkten Artikel steht, dass der Deal erst Anfang 2014 abgeschlossen wird. Die Wahrscheinlichkeit eines Ubuntu-Nokias bei lim→0 liegt wird wohl trotzdem stimmen.

Chris85

14 13. Dezember 2013 13:41

Ich glaube es erst, wenn es soweit ist. Ständig werden irgendwelche Deals oder Termine genannt und am Ende passiert meist das selbe → nichts. Und auch wenn es einen Hersteller gibt, der ein Ubuntu Phone rausbrningen möchte, muss dieser erstmal in der Lage dazu sein - vielleicht ist es nur eine Hinterhoffirma die noch keine Socke kennt.

Und um auch nur ansatzweise mit den großen in der High-End-Geräte-Liga mitspielen zu können bräuchte Cannonical schon einen Partner vom Format alla HTC, Samsung, Sony oder LG. Zumindest ich kann mir schwer vorstellen, dass es genügend Käufer gibt, die ein 600€ Smartphone kaufen dessen Hersteller nur in der Mittelklasse oder gar weiter unten aufzufinden ist UND dessen OS noch völlig neu und unbekannt ist. Wenn sich allerdings ein Smartphoneriese wie Samsung hinstellg und sagt "hier jungs unser neustes High-End gerät mit dem brandneuem Ubuntu Touch" wäre schon vollautomatisch ein Interesse bei der Käuferschaft und nicht nur under "Linux-Nerds" da.

Somit drücke ich die Daumen, dass Cannonical für ihr Vorhaben einen Hersteller mit einem großem Namen gefunden hat und warte weiterhin ohne all zu große Erwartungen ab.

PS: auf meinem Fernsehr ist noch immer kein Ubuntu TV

k1l

Avatar von k1l
15 13. Dezember 2013 22:55

@6: Es gibt Dummys des Gehäuses vom Ubuntu-Edge. Prototypen gabs nicht, weil extra noch offen gelassen wurde welche genauen Spezifikationen verbaut werden (da der Liefertermin ja erst in 2014 angegeben war). Dev-Phones sind die Gnex und Nexus4 Geräte.

https://plus.google.com/+AlanBell/posts/ZJDT9Hd5uC1 Canonical will 64 neue offene Stellen besetzen. Das sieht nicht nach einem Bluff aus.

Zum Rest wurde schon genug gesagt.

diwolf

16 14. Dezember 2013 09:54

@1 egal ob es schlussendlich was wird oder nicht. Aber diese ewige reflexartige Negativ Reaktionen...besprich das doch bitte nicht hier sondern mit deiner Frau.

Danke für den Artikel! Do wo Mark mitmischt, das ist ein Haifischbecken. Steam hat ja angebissen und es läuft wunderbar...

Hut ab dass er so viel Einsatz zeigt. Da muss man es einfach 10x versuchen bis es einmal klappt.

zzippy

17 14. Dezember 2013 13:35

@16 Was heisst hier "Negativ Reaktionen"? Heisse Luft wird man ja wohl noch als solche bezeichnen dürfen.

Und wo genau hat Steam angebissen? SteamOS kommt mit Debian Unterbau ..

toddy

Ikhayateam

Avatar von toddy
18 14. Dezember 2013 14:18

@17: Steam und SteamOS sind ja zwei paar Schuhe. Ich gehe davon aus, dass der Kommentar auf den Vertriebsweg von Steam über das Ubuntu Software Center abzielte.

ContractSlayer

19 14. Dezember 2013 14:54

Bis vor kurzen wurde ja vermutet, dass SteamOS auf Ubuntu basiert. Canonical hätte mit Valve einen wirklich starken Partner gehabt der u.a. auch sehr viel finanzielle Möglichkeiten hat. Seit heute morgen steht nun fest, dass SteamOS auf Debian basiert. Finde das auch noch OK, allerdings kommt bei mir nun die Frage mit den Displayserver MIR und Wayland hoch. Da Debian Wayland und nicht MIR unterstützt, wird Valve ,,MIR auch keinerlei finanzielle oder sonstige Unterstützung bieten. Das Valve's Steam als größte Internet Spiele Plattform gilt und Valve eine menge Kohle hat sollte jeden klar sein. Mit Sicherheit wird nun auch Valve versuchen die Entwicklung an Wayland schneller voranzutreiben.

skull-y

20 14. Dezember 2013 15:02

@16: Die Idee Steam auf Linux zu portieren kam aber nicht von MS. So weit ich weis, war das Gabe Newells Idee. Das er Ubuntu als erste Distribution dafür wählte lag daran, dass es augenscheinlich die am meisten vertretene Distri war/ist. Als nichts mit MS hat Steam an Land gezogen.

Was die "Negativreaktion" angeht: an dir ist doch sicher nicht vorbeigegangen, dass da schon viel versprochen und angekündigt wurde, das dann wieder sang- und klanglos in der Versenkung verschwand.

skull-y

21 14. Dezember 2013 15:06

Nachtrag: ...am meisten vertretene Distri auf dem Desktop..

Developer92

Avatar von Developer92
22 14. Dezember 2013 15:08

@16:

egal ob es schlussendlich was wird oder nicht. Aber diese ewige reflexartige Negativ Reaktionen...

Das war nicht reflexartig sonder wohldurchdacht und basiert auf jahrelanger Erfahrung.

besprich das doch bitte nicht hier sondern mit deiner Frau.

Freundin, wenn ich bitten darf. Und ich würde das gerne hier besprechen, die Fachkompetenz für solche Haarspaltereien ist hier bedeutend höher. Abgesehen davon: Können wir uns bitte auf die Fakten konzentrieren anstatt persönlich zu werden? Danke.

MA_RI

Avatar von MA_RI
23 15. Dezember 2013 12:39

Diese machen ihm weis, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst bei einem Festumzug auf, als ein Kind sagt, der Kaiser habe gar keine Kleider an, diese Aussage sich in der Menge verbreitete und dies zuletzt das ganze Volk rief. Der Kaiser erkannte, dass das Volk recht zu haben schien, entschied sich aber, „auszuhalten“ und er und der Hofstaat setzen die Parade fort.

Quelle : Wikipedia Des Kaisers neue Kleider https://de.wikipedia.org/wiki/Des_Kaisers_neue_Kleider

Kamo

24 15. Dezember 2013 14:24

@23: Eine rührende Geschichte, aber was hat das mit dem Thema zu tun?

Developer92

Avatar von Developer92
25 15. Dezember 2013 15:56

@24: Siehst du das denn nicht?

Betrachte es mal im Zusammenhang mit Mark Shuttleworth, Canonical und der Ubuntu Community.

Es geht darum, wie leichtgläubig und unkritisch manche Menschen sind (Communitymitglieder), wenn jemand mit Ansehen (Mark Shuttleworth) etwas veröffentlicht. Und dann kommt das kleine Kind und deckt den ganzen Schwindel auf (siehe meinen ersten Post, ich bin das Kind, yeah).

Andere Interpretationsformen sind selbstverständlich möglich ☺

toddy

Ikhayateam

Avatar von toddy
26 15. Dezember 2013 16:01

@25: Hingt nur etwas, weil diese Kritik ja nicht neu ist, sondern schon seit Anbeginn vorhanden ist - die Linuxcommunity ist da selbst schon kritisch genug. Was ich auch gut finde, aber mit den Kaisers neuen Kleidern nicht wirklich erklärt wird.

k1l

Avatar von k1l
27 15. Dezember 2013 23:40

Ohje, sind wir jetzt wieder so weit, dass man sich entschuldigen muss, wenn man Ubuntu nutzt und/oder es gut findet?

Kamo

28 15. Dezember 2013 23:55

@25: Ich finde auch, dass die Analogie ziemlich hinkt. Man kann in dieser Sache optimistisch sein und man kann auch zu Recht skeptisch sein. Es ist aber wohl kaum so, dass alle nur "Hurra" schreien und hinterher aus allen Wolken fallen, wenn man enttäuscht wird.

Ich kann die Kritik schon verstehen, aber hier mit des Kaisers neuen Kleidern anzukommen finde ich doch sehr bemüht und weit hergeholt.

MA_RI

Avatar von MA_RI
29 16. Dezember 2013 10:49

Wunschdenken und Realität. Selbst wenn es einen Hardware Hersteller wirklich geben sollte, was ich stark bezweifle, wird maximal, außer eine verschwindend geringe Anzahl von Ubuntu Smartphones für ein paar Fans, nichts passieren. Der Zug ist längst abgefahren.

Mit Firefox OS, Joila, Titzen und Co sind Betriebssysteme am Start, die allemal als ausgereifter gelten, als die Firma Canonical.

Oder glaubt wirklich jemand, eine namhafte Firma (HTC, SONY, Samsung,etc) gefährdet den eigenen Android-Erfolg wegen einem eventuellen Ubuntu Phone. Samsung scheut sich ja sogar das eigene Tizen OS einzusetzen.

Nach der missglückten Geldsammelaktion, dachte ich Mark Shuttleworth wäre jetzt durch therapiert und wüsste endlich das er nicht Steve Jobs ist. (so in etwa hatte ich das auch hier geschrieben und ebenfalls haben sich ein paar Wunschdenker auf den Rücken geworfen, mit den Beinen gestrampelt und protestiert...hatte alles nichts genutzt.)

Jetzt kommen ständig irgendwelche Hinweise auf irgendein Produkt, was es nach meiner Meinung, niemals geben wird.

Das Ergebnis wird man ebenfalls in kurzer Zeit sehen, bwz nicht sehen.

Und nebenbei: Das Valve nicht auf Ubuntu setzt spricht doch ebenfalls für sich. Das Vertrauen in die Firma ist längst weg.

Developer92

Avatar von Developer92
30 16. Dezember 2013 14:22

@26: Du hast Recht, der Vergleich meinerseits hinkt.

Man kann allerdings auch nicht erwarten, dass eine Geschichte von 1837 das aktuelle Geschehen widerspiegelt. Zumal die Geschichte unterschiedlich interpretiert werden kann, je nach zeitlichem Verlauf in dem man sie betrachtet.

@29:

Selbst wenn es einen Hardware Hersteller wirklich geben sollte, was ich stark bezweifle, wird maximal, außer eine verschwindend geringe Anzahl von Ubuntu Smartphones für ein paar Fans, nichts passieren. Der Zug ist längst abgefahren.

Das könnte man bei jeder Einführung eines neuen Produkts behaupten. Android besitzt ein Monopol auf dem Smartphonemarkt, das muss jedoch nicht bedeuten dass man das nicht ändern kann. Nokia zum Beispiel war auch einmal ein sehr guter Hersteller von Mobiltelefonen und anderen Dingen und sieh dir an was daraus geworden ist.

Und nebenbei: Das Valve nicht auf Ubuntu setzt spricht doch ebenfalls für sich. Das Vertrauen in die Firma ist längst weg.

Nicht unbedingt, SteamOS und Ubuntu haben unterschiedliche Prioritäten. SteamOS muss stabil laufen, auch über Jahre hinweg. Da auf Ubuntu zu setzen wäre sowieso der falsche Weg gewesen, es sei denn, man nutzt eine LTS-Version als Unterbau. Abgesehen davon werden sehr viele Pakete in Ubuntu nicht so angeboten, wie die jeweiligen Projekte sie bereitstellen. Auf Debian zu setzen ist deshalb nur logisch.

SteamOS soll sich schließlich auf einem Markt von technisch nicht ganz so interessierten oder begabten Menschen durchsetzen. Das muss absolut stabil laufen, da darf nichts schiefgehen. Rolling Release kommt demzufolge auch nicht in Frage (Es wurde ja gemunkelt auf Gentoo zu setzen).

MA_RI

Avatar von MA_RI
31 16. Dezember 2013 15:17

@30

Mit Stabilität hat es gar nichts zu tun, dann käme Red Hat in Frage, die bieten über + 7 Jahre Stabilität. Es sind mehr die Kapriolen wie u.a. MIR die Valve abschrecken.

Zitiere ich glasenisback..

Was Mir oder Wayland betrifft:

Leute, die Dinger sind noch Jahre vom Produktiveinsatz entfernt. Und da meint ihr allen Ernstes, dass Valve diese einsetzt? Vor allem weil es bisher kein einziges Spiel gibt, welches auf X11 verzichtet. http://forum.ubuntuusers.de/topic/valve-bringt-seine-eigene-linux-distribution-s/3/

Developer92

Avatar von Developer92
32 16. Dezember 2013 15:48

@31:

RHEL ist für Unternehmen gedacht und nicht für Privatanwender. Abgesehen davon unterstützt der Steam Linux Client offiziell nur Debian-basierte Distributionen, oder nicht?

MA_RI

Avatar von MA_RI
33 16. Dezember 2013 16:04

@32

Dann halt ein Derivat, wie z.B Cent OS. Es geht ja um die Aussage Stabil. Als Basis ist Red Hat ein sehr stabiler Unterbau.

Und was heißt offiziell? Den Client kann ich hier auch unter Arch-Linux installieren. Läuft ohne Probleme. Habe gerade geshen, den Client gibt es sogar unter Slackware. http://www.slackware.com/~alien/slackbuilds/steamclient/

eisbaer006

34 16. Dezember 2013 16:12

Nach der missglückten Geldsammelaktion, dachte ich Mark Shuttleworth wäre jetzt durch therapiert und wüsste endlich das er nicht Steve Jobs ist. (so in etwa hatte ich das auch hier geschrieben und ebenfalls haben sich ein paar Wunschdenker auf den Rücken geworfen, mit den Beinen gestrampelt und protestiert...hatte alles nichts genutzt.)

Ganz im Gegenteil, die Aktion war ein voller Erfolg auf der ganzen Linie!

Es wurde noch nie zuvor soviel geld eingesammelt für ein Produkt und die Summe war absichtlich so hoch gewählt, um ja nicht das Ding bauen zu müssen.

Zudem war es eine kostenlose PR, für Ubuntu. Ubuntu war in den medien überall vertreten...

Also alles in Butter.

Developer92

Avatar von Developer92
35 16. Dezember 2013 17:04

@33:

Und auch Debian ist sehr stabil. Aber ich denke darum geht es auch gar nicht mehr. Fakt ist, dass Valve Debian für SteamOS verwendet, warum auch immer. Und ehrlichgesagt will ich auch gar nicht darum streiten warum und wieso.

Danke übrigens noch für den Thread von vorhin (@31).

Und was heißt offiziell? Den Client kann ich hier auch unter Arch-Linux installieren. Läuft ohne Probleme.

Ich weiß, hab den Client vor einiger Zeit ebenfalls unter Arch getestet. Laut der letzten mir bekannten Meldung wird der Client allerdings nur für Ubuntu unterstützt (Supported platforms).

Ubuntu_Neuling_1981

Avatar von Ubuntu_Neuling_1981
36 16. Dezember 2013 21:19

Tippe mal das es ZTE , Huawei ,ODER Andere aus der ecke sind ... 😬